Aufarbeitung der NS-Geschichte der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft

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Aufarbeitung der NS-Geschichte der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft (KWG)

Die Geschichte der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft (KWG) in der Zeit des Nationalsozialismus wurde im Rahmen eines großen, von einer unabhängigen Historikerkommission geleiteten Forschungsprojekts untersucht. So entstand zwischen 1997 und 2007 im Auftrag des Präsidenten der Max-Planck-Gesellschaft die mehrbändige Reihe „Geschichte der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft im Nationalsozialismus“. Diese besteht aus 17 Monografien und 28 Vorabdrucken, die sich mit unterschiedlichen Forschungsbereichen der KWG und der Integration der KWG in das NS-Regime befassen.[1] Daneben wurde die Geschichte der KWG zwischen 1933 und 1945 auch in anderen Studien untersucht; beispielsweise durch Helmuth Albrecht und Armin Hermann.[2] Einen umfassenden Überblick über die Geschichte der KWG und ihrer Nachfolgerin, der Max-Planck-Gesellschaft (MPG), bieten Dieter Hoffmann, Birgit Kolboske und Jürgen Renn.[3]

Studien zu einzelnen Aspekten der KWG-Geschichte

Neben umfangreichen Studien, die sich mit der gesamten Geschichte der KWG in der Zeit des Nationalsozialismus befassen, gibt es eine Vielzahl von Untersuchungen, die sich mit einzelnen Aspekten beschäftigen. Einige davon befassen sich mit einzelnen Organisationseinheiten der KWG oder einzelnen Kaiser-Wilhelm-Instituten (KWI), während andere auf spezielle Themenaspekte fokussieren. So untersucht Rüdiger Hachtmann die Geschichte der Generalverwaltung der KWG und ihre Verstrickungen mit Institutionen des NS-Regimes.[4] Helmut Maier beispielsweise arbeitet die NS-Geschichte des KWI für Metallforschung in Stuttgart auf, Sören Flachowsky befasst sich mit dem KWIE.[5] Den Aspekt der Zwangsarbeit an Kaiser-Wilhelm-Instituten (KWI) untersuchen Bernhard Strebl und Jens-Christian Wagner.[6] Reinhard Rürup und Michael Schüring analysieren die rassistisch und politisch motivierte Vertreibung von Wissenschaftlern und anderen Institutsangehörigen aus der KWG und den KWI.[7] Mit dem Aspekt der Rüstungsforschung befassen sich mehrere Untersuchungen; beispielsweise jene durch Helmut Maier und jene durch Wolfgang Schieder.[8] Ulrike Kohl nähert sich dem Thema über die Biographien von zentralen Persönlichkeiten der KWG wie Max Planck oder Albert Vögler.[9]

Einzelnachweise

zum ausführlichen Quellen- und Literaturverzeichnis

  1. Rürup/Schieder: Geschichte der KWG im Nationalsozialismus, 17 Bde.
  2. Albrecht/Hermann: Die KWG im Dritten Reich.
  3. Hoffmann/Kolboske/Renn: Dem Anwenden muss das Erkennen vorausgehen.
  4. Hachtmann: Wissenschaftsmanagement, 2 Bde.
  5. Maier: Forschung als Waffe, 2 Bde.; Flachowsky: Alle Arbeit.
  6. Strebel/Wagner: Zwangsarbeit.
  7. Rürup/Schüring: Schicksale und Karrieren; Schüring: Minervas verstoßene Kinder.
  8. Maier: Gemeinschaftsforschung; Schieder: Der militärisch-industriell-wissenschaftliche Komplex.
  9. Kohl: Präsidenten.